08.10.2019

Nicht in den Brunnen gefallen, sondern abgehoben

Autorin: Andrea Schlotfeldt, Juristische Beratung HOOU@HAW

Es war eine Kooperation ganz im Sinne der HOOU, die Veranstaltung zweier Drohnen-Workshops bei der Jugendkonferenz TINCON am 20.09.2019 auf Kampnagel.

Rechtsexpert*innen aus der HOOU an der HAW Hamburg, dem Multimedia Kontor Hamburg (MMKH) und der Staats- und Universitätsbibliothek (SUB) gaben zusammen mit Philipp Kessling (ebenfalls HAW Hamburg) rechtlichen und technischen Input, bevor es raus ging auf‘s Gelände rund um Kampnagel. In kleinen Teams konnten die Jugendlichen fünf Kameradrohnen fliegen lassen und Situationen unterschiedlichster Art filmisch einfangen, vom Interview, über Graffiti an Hauswänden bis hin zu Balkonaufnahmen. Nach rasantem Schnitt durch Patryk Rabenda (Studierender an der Kunstschule Wandsbek) wurden die Aufnahmen anschließend juristisch unter die Lupe genommen.

Neben allgemeinen Ausführungen zu sog. Kontrollzonen, zur Privatsphäre, zum Datenschutz und zum Hausrecht erfuhren die Jugendlichen, dass auch KFZ-Kennzeichen personenbezogene Daten sind, dass Aufnahmen von Kunstwerken im öffentlichen Raum, zumindest temporäre, nicht beliebig veröffentlicht werden dürfen (jüngstes Beispiel: Blue Port in Hamburg) und dass z.B. Logos von Unternehmen nicht allzu prominent im Bild sein sollten, damit keine Rufausbeutung stattfindet oder beim Betrachten Verbindungen hergestellt werden, die gar nicht bestehen.

Das Ganze unter der Motto: Was nützt das schönste Video, wenn man es niemandem zeigen darf?

Eingebettet in das inspirierende Grundrauschen der TINCON eine sehr gelungene Veranstaltung, die allen Beteiligten viel Spaß gemacht hat.