Hochschule für bildende Künste Hamburg

Die Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK) ist eine künstlerisch-wissenschaftliche Hochschule, die mit ihrem breiten Fächerangebot die Möglichkeit einer übergreifenden künstlerischen und wissenschaftlichen Qualifizierung ermöglicht. Selbstbestimmte künstlerische Auseinandersetzungen sowie projektbezogene und experimentelle Arbeitsweisen stehen dabei im Mittelpunkt. Das wissenschaftliche Angebot ermöglicht kunst- und kulturtheoretische, ästhetische, kunsthistorische und medienspezifische Studien, die auf unterschiedlichen Wegen Eingang in die künstlerischen Produktionen oder wissenschaftlichen Arbeiten finden.

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Lernangebote

Lernangebot
IFM - Innovatives Filme Machen
Das mehrteilige Digitalprojekt „Innovatives Filme Machen“ bündelt die zahlreichen Aktivitäten im Bereich Experimentalfilm, die hier nicht nur zusammenfließen, sondern auch erweitert und fortgeführt werden. Das Wiki fungiert als eine Art Glossar und versammelt Beiträge von Filmschaffenden, Künstler/innen und Filmkritiker/innen wie u.a. Andreas Busche, Kerstin Cmelka, Michael Girke, Rembert Hüser, Florian Krautkrämer, Michaela Ott, Georg Seeßlen zu filmrelevanten Themenfeldern. Sie alle können dank der partizipativen Struktur des Wikis kommentiert, fortgeschrieben, diskutiert und um gemeinschaftlich entwickelte Texte erweitert werden. Das parallel zum Wiki aufgesetzte GitBook ermöglicht durch seine lineare Kursstruktur die Vermittlung zentraler Inhalte in Bezug auf Experimentalfilm. Einen integralen Bestandteil bilden dafür die Video-Lectures von Robert Bramkamp (Professor für Experimentalfilm an der HFBK Hamburg) zu seinem crossmedialen, hybriden Spielfilms "Art Girls" (2013), dessen Konzeption, Produktion und theoretischer Hintergrund eine zentrale Grundlage des Gesamtprojekts bildet. Von kollektiven Erzählweisen über narrative Potenziale der Medienkunst bis zur 3D-Animation geben die Video-Lectures Einblicke in neue Techniken des Storytelling und in Produktionsprozesse für den Film von morgen. Ergänzt wird das Material um bereits existierende Aufnahmen und Mitschnitte des Symposiums „Offensiv Experimentell“ 2013/14 und Filmsequenzen des neuen Kollektivfilms „Dazu den Satan zwingen“. Das ungewöhnliche und in dieser Form sicherlich einmalige Filmprojekt thematisiert auf spielerische Weise die Rahmenbedingungen für innovative, künstlerische Filmarbeit. Der Entstehungsprozess des Films, seine Intentionen und filmpolitischen Kontexte, werden im Wiki kommentiert und dokumentiert. Darüber hinaus können Erkenntnisse und Artikulationen wechselseitig in die Filmproduktion einfließen. So entsteht perspektivisch eine Enzyklopädie zu aktuellen Innovationen und Experimenten im weit gefassten Feld des bewegten Bildes, die über den konkreten Bezug zur HFBK Hamburg hinaus filmpolitische Impulse setzen will.
Lernangebot
Inter Graphic View
Das Forschungsprojekt "Inter Graphic View" der HFBK Hamburg im Rahmen der Hamburg Open Online University (HOOU) unter Leitung von Prof. Ingo Offermanns befragt Grafikdesigner/innen unterschiedlicher Generationen und geografischer Verortung zu ihren professionellen Hintergründen: Welche Ideale treiben sie in ihrer Arbeit an? Wie unterscheiden oder ähneln sich Haltungen und Ideale im internationalen Vergleich? Kann ein Dialog der Kulturen das Denken im Grafikdesign relativieren, schärfen und/oder erweitern? Diese Fragestellungen verfolgend, versucht "Inter Graphic View" ebenso kulturelle Zentrismen (im Besonderen den Eurozentrismus im Grafikdesign-Diskurs) zu überwinden, wie Beliebigkeit und Gleichmacherei zu widerstehen. "Inter Graphic View" versammelt Interviews mit Gestalter/innen (z.B. Tetsuya Goto, Osaka; Xiao Mage, Peking; Farmgroup, Bangkok oder Kwangchul Kim, Herausgeber des Magazins Graphic, Seoul) aus unterschiedlichsten kulturellen Kontexten (u.a. Japan, Thailand, Südkorea, China, Holland, Nigeria und Südafrika) und listet die wichtigsten Begriffe dieser Dialoge sowie deren Herleitungen auf. Darüber hinaus lädt das Forschungsprojekt Gäste ein, auf die Dialoge und Artefakte zu reagieren. Außerdem versammelt die Website essayistische Kurzfilme, die einen Eindruck der Orte geben, an denen die Gestalter/innen leben und arbeiten. Somit fungiert die Webseite als virtueller Diskursraum für Dialog und Austausch, als Inspirationsquelle und gleichzeitiger Treffpunkt unterschiedlicher Designkulturen. Mit der Zeit entsteht ein wachsendes Online-Archiv, das sich mit Fragestellungen der professionellen Identität von Grafikdesigner/innen befasst und darauf sehr individuelle aber doch vergleichbare Antworten präsentiert.
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Casting Screens — Shared Moments in the Digital Age
"Casting Screens" dient als digitaler Ausstellungsraum für künstlerische Screencasts – die Form der Videodokumentation für unser digitales Leben.

Materialien

Material
IFM: Erzählung. Wer?
Video-Lecture im Rahmen des Kurses "Innovatives Filme Machen" Kapitel 1: Erzählung. Wer? In diesem Kapitel beschäftigen wir uns mit der Erzählfunktion eines Films. Was ist dabei das Zusammenspiel von verschiedenen Instanzen wie Autor, Erzähler im Film und Darsteller. Gibt es eine oder mehrere Erzählperspektiven? Wie unterstützen filmische Elemente wie Dialog, Musik oder Montage die Erzählungsfunktion? Was ist der Erzählraum, in dem sich die Narration entfaltet? Und welche Möglichkeiten gibt es, tradierte Muster aufzubrechen und spielerisch neue Wege zu finden? Die Videolecture bietet konkrete Anregungen. Das Zusatzmaterial liefert eine kurze Einführung in die Erzähltheorie – vom klassischen Dramenaufbau über radikale Formexperimente der Moderne, die Negierung der Erzählung der Postmoderne und wie das Internet zumindest theoretisch die Kollektivität und Bidirektionalität der Urzeiten wieder ermöglicht.
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IFM - Erzählung. Wie?
Videolecture im Rahmen des Kurses "Innovatives Filme Machen" Kapitel 1.2 Erzählung: wie? In diesem Kapitel zeigt Professor Bramkamp anhand der Videoinstallation „Angels in Chains“ von Susanne Weirich, wie die Erzählung durch polyphone Erzählinstanzen, Typecasting, zeitliche Überlagerung und Auflösung von Authentizitätsgrenzen durch Reenactments so komplex und mehrdimensional wird wie der Raum, in dem sie inszenziert wird. Das Kunstwerk „Angels in Chains“ ist auch im Film „Art Girls“ zu sehen, als reale Installation der fiktiven Künstlerin Nikita Neufeld.
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IFM: Affektionsbilder in Philosophie und Film
Textbeitrag im Rahmen des Wiki "Innovatives Filme Machen"