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Hochschule für Musik und Theater

Die Hochschule für Musik und Theater Hamburg bietet in allen Bereichen der Musik und des Theaters ausgezeichnete Studienmöglichkeiten. Besonders hervorzuheben ist der Bereich Komposition, der neben "klassischer" auch Jazzkomposition und Multimediale Komposition umfasst. Weitere Studienangebote wie Musiktherapie, Kultur- und Medienmanagement sowie Schulmusik ermöglichen viele interdisziplinäre Angebote. Das digitale Lernangebot zu erweitern und klassische Studienleistungen wie Referat oder Hausarbeit durch die Produktion von OER zu ersetzen, ist Ziel der Hochschule.

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Lernangebote

Lernangebot
Kulturmanagement innovativ
Wie kommt das Neue in die Kulturorganisation? Innovationen im Kulturmanagement gestalten.
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Musikalischer Dialog
'Über Musik zu reden ist wie über Architektur zu tanzen', verkündete einst der große Frank Zappa auf seine unvergleichlich polemische Weise. Dennoch ist es der dialogische Austausch, durch den gegenseitiges Verständnis auch in der Musik erst möglich wird. Sagen sie einem indischen Musiker einmal, dass er einen Blues spielen soll. Oder sagen sie einem Konzertpianisten, dass das nächste Musikstück über einen speziellen traurigen Makam gespielt wird. Geradezu notwendig ist dieser Austausch nämlich, wenn sich verschiedene Musiker nicht im Rahmen derselben musikalischen Idiome bewegen. Hier wäre eine Verständigung ohne Erklärung der musikalischen Praxis quasi unmöglich. Denn oral tradierte Musik aus anderen Kulturen oder eine spezielle Aufführungspraxis ist nicht einfach ohne jede Erklärung zu begreifen, nachzumachen und in die eigene Spielpraxis umzusetzen. Vor allem dann nicht, wenn sie idiomatischen Prinzipien folgt, die fast wie ein Geheimwissen nur wenigen Menschen zu eigen sind. In Brasilien ändern sich die Samba Grooves z.T. von Dorf zu Dorf. In Syrien sind es die Makams. Beispiele für derartig regionale Idiome gibt es viele. Hier ist eine eine dialogische Auseinandersetzung zwischen den Musikern eine Notwendige Voraussetzung für einen konstruktiven gemeinschaftlichen musikalischen Prozess. Für einen Komponisten und Arrangeur ist es unerlässlich seine Instrumente und die verschiedenen Stilistiken, in denen er sich bewegt, so gut wie möglich zu kennen. Es macht einen guten Arrangeur aus, v.a. von den kleinen Besonderheiten eines Instrumentes oder Genres zu wissen und diese frei im Kompositionsprozess zu nutzen. Erläuterungen oder eine Übersicht über verschiedene Tricks, Kniffe und Besonderheiten für spezifische Instrumente gibt es allerdings nicht, ebenso wie es zahlreiche Musikkulturen und Spielarten gibt, über die es kaum Aufzeichnungen gibt, da sie lediglich oral tradiert sind und nur im direkten Gespräch mit Menschen erlernt werden können, die idiomatisch sehr eng mit einer bestimmten Spielweise verwurzelt sind, sei es durch einen regionalen Bezug oder durch eine lebenslang kultivierte Spezialisierung einer musikalischen Aufführungspraxis. Ausgangspunkt für das HOOU Projekt der HfMT waren also sehr spezialisierte Fragestellungen auf die ein Komponist keine Antwort erhalten kann ohne mit einem Spezialisten zu sprechen. Solche Fragen könnten sein: Wie schreibe ich für eine Klappentrompete Musik? Welche syrischen Makams kann ich für ein fröhliches Musikstück verwenden? Welche rhythmischen Besonderheiten muss ich beachten, wenn ich einen authentischen brasilianischen Choro in meine Musik einfließen lassen möchte? Welche charakteristischen Instrumente benötige ich in einem Merengue und wie setze ich sie ein? Wie soll der Komponist also von den kleinen Details erfahren, die teilweise nur ein erfahrener Spieler zu berichten weiß? Er muss in einen Dialog mit seinen Künstlern treten. Genau an dieser Stelle setzt das HOOU Projekt »Musikalischer Dialog« an. In Zusammenarbeit mit u.a. Prof. Kerschek und Prof. Matthias Höfs lassen sich genau die Fragestellungen nach stilistischen und technischen Feinheiten in kurzen Videoclips erläutern. Die Kernidee dieses Contentprojektes ist also die Beziehung zwischen Komponist/Musiktheoretiker und Instrumentalist und die Weitergabe von noch nicht dokumentiertem Spezialwissen musikalischer Praxis auf sehr hohem Niveau.
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Die digitale Transformation des Kulturmanagements
In zehn Kurzvideos thematisieren DozentInnen des Instituts KMM Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung für das Kulturmanagement.

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Episode 9: "Die digitale Transformation des Kulturmanagements" – Wirtschaft
Auch der große Bereich der Betriebswirtschaft, der integraler Bestandteil des Managements einer Kultureinrichtung ist, ist von dem technologischen Fortschritt betroffen – angefangen von neuen Möglichkeiten der Kalkulation bis hin zum betrieblichen Controlling und der Personalrekrutierung. Friedrich Loock schildert in seinem Beitrag, auf welche Weise sich klassische betriebswirtschaftliche Aufgaben im Alltag von Kulturorganisationen aufgrund des digitalen Wandels verändern und welche Auswirkungen dies auf das Wirken der Kultureinrichtungen hat. Zur Person Friedrich Loock ist seit 1998 Ordinarius für Kultur- und Medienmanagement an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater Hamburg (1998–2002: Stiftungsprofessur der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius). Gemeinsam mit seiner Frau leitet er die Gemeinnützige Gesellschaft EmMi Luebeskind. Am Institut KMM unterrichtet er die Fächer Betriebliches Wirtschaften und Marketingmanagement.
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Musikvideo - Johann Sebastian Bach, arr. Dennis Bischoff: "Air" aus der Suite Nr. 3 D-Dur, BWV 1068
Dieses Video zeigt als Endergebniss die Aufführung der Bearbeitung der "Air" aus der Orchestersuite D-Dur BWV 1068 von Johann Sebastian Bach. Das von Dennis Bischoff produzierte Arrangement für dreistimmigen Chor und Klavier wird von Studierenden der Hochschule für Musik und Theater Hamburg präsentiert. Mitwirkende: Studierende des Studiengangs Schulmusik Gesang: Ella Königs, Annika Dreher, Lisett Haiker, Ann-Marie Goulding, Corinna Behm, Talea Rupsch, Jim Eckardt, Frederik Loop, Michel Blümel Leitung und Klavier: Dennis Bischoff
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Kulturmanagement innovativ. Episode 1: Kultur und Innovation.
Kulturmanagement innovativ: Wie kommt das Neue in die Kulturorganisation? Innovationen im Kulturmanagement gestalten. Öffentlich finanzierten Kultureinrichtungen wird vielfach vorgeworfen, dass sie nicht innovativ seien. Das Projekt Kulturmanagement innovativ ist interdisziplinär ausgerichtet und gibt Interessierten einen thematisch fokussierten Einblick, wie Innovationen in und für Kulturorganisationen gestaltet werden können. Hierzu werden jeweils kurze Impulse mit unterschiedlichen fachlichen Schwerpunkten verbunden und in kurzen Videos präsentiert. Ergänzend wird auch einPodcast zum Thema produziert. Das Projekt richtet sich an alle Menschen, die sich für Innovationen im Kunst- und Kulturbereich interessieren, insbesondere Kulturmanager:innen, Künstler:innen, Studierende, Studieninteressierte und die weitere kunst- und kulturaffine Öffentlichkeit. In diesem ersten Animationsvideo der neuen Serie des Instituts für Kultur- und Medienmanagmeent (KMM) geht der Dozierende Alexander Bretz auf das Wechselverhältnis von Kultur und Innovation ein. Hierzu stellt er zum einen einige theioretische Hintergründe (u.a. von Joseph Schumpeter, Karl Marx und Gabriel Tarde) und historische Beispiele (die "Tupper Ladies") vor und geht auch auf tagesaktuelle Beispiele ein (Stichwort "TikTok" und "Apple"). Über Alexander Bretz Alexander Bretz, Jahrgang 1964, machte vor seinem Studium der Rechtswissenschaften in Mainz eine Lehre zum Verlagskaufmann in Frankfurt a. M. Nach dem zweiten juristischen Staatsexamen in Berlin arbeitete er als selbstständiger Rechtsanwalt und Unternehmensberater, nebenher von Anfang an auch als Dozent für Wirtschafts- und Designrecht sowie ökonomische Grundlagen und Analyse des Rechts (Law and Economics). Eine besondere Expertise entwickelte er in der Beratung von Gründungsunternehmen in der Mode-, Design- und Musikbranche. 2004 wurde er von Enquete-Kommission Kultur in Deutschland des Deutschen Bundestages zur Einordnung und Einschätzung der Public-Private-Partnership im Kulturbereich befragt und drückte dabei die inzwischen weithin bestätigten grundsätzlichen Bedenken gegen diese Form der Kulturfinanzierung aus. 2018 bestellte ihn die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle zum Honorarprofessor für Designrecht und Existenzgründung. 2020 wurde seine Dissertationsschrift (zum Dr. phil.) »Kredite für Kreative« über die Finanzierungsstruktur und Fremdfinanzierungsprozesse von Gründungsunternehmen im Film-, Games-, Mode- und Musikbereich im Promotionshauptfach Kultur- und Medienmanagement an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg angenommen, wo er neben der Professur in Halle und anderen Hochschulen seit vielen Jahren als Dozent für Business Modeling tätig ist. Er ist Mitautor von Büchern zu Existenzgründung, Finanzierung und Rechtsfragen im Design.