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Zusammenfassung

rhizome.hfbk.net versucht das Experiment, die Besonderheiten einer Kunsthochschule mit den Möglichkeiten des Internet zu verbinden, das Analoge ins Digitale zu übersetzen. Es will die aktuelle künstlerische Produktion der Hochschule sowie die Diskurse, die hier geführt werden, ins Internet überführen und an die dort geführten Debatten anknüpfen. rhizome.hfbk.net lebt davon, dass hier viele unterschiedliche Stimmen zu Wort kommen: Studierende, Lehrende, Gastautor/innen, Kurator/innen, Kunstkritiker/innen, Netztheoretiker/innen und die interessierte Öffentlichkeit sorgen für ein breites Spektrum an Inhalten und Sichtweisen. Gleichzeitig will es auf inhaltlicher und praktischer Ebene weiterführende Angebote bereitstellen, die sich aus den spezifischen Möglichkeiten des Digitalen ergeben und Impulse in die Hochschule zurückspielen. Dazu gehört z.B. das von Andreas Schlaegel konzipierte und betreute Format „Labor: Kritik im Netz“. Es widmet sich den aktuellen Entwicklungen von Kunstkritik im Netz: Welche Auswirkungen haben die neuen sozialen Medien auf Stil, Sprache und Form der Auseinandersetzung? Welche Formate stehen überhaupt zur Verfügung? Kann man eventuell neue erfinden? Welche Rolle spielt die Geschichte der Kunstkritik? Welche historischen Debatten sind heute noch oder schon wieder relevant? Und was können Künstler/innen aus den Diskussionen über Kunst im Internet für sich lernen bzw. wie gehen sie damit um?

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Methodik

Neben der Diskussion ausgewählter Beispiele steht das eigenständige Verfassen von Beiträgen innerhalb des sozialen HFBK-Netzwerks im Fokus. Dabei können die Formen der Veröffentlichung und der Interaktion vielfältig sein: Von eigenen Texten, geteilten Inhalten, kurzen Kommentaren, zur Diskussion gestellten künstlerischen Arbeiten bis hin zu Interviews, Chats oder Online-Bildergalerien sind alle Formate denkbar und ausdrücklich erwünscht. rhizome.hfbk.net basiert auf der Open Source Software Diaspora, was gegenüber den bekannten Netzwerken große Vorteile bietet. Diaspora ist dezentral angelegt, die HFBK hat dafür einen eignen Server (Pod) aufgesetzt. Anders als bei Facebook sorgt diese Struktur dafür, dass die Nutzer/innen immer die Kontrolle über ihre Inhalte behalten und ihre Daten nicht an unbekannte Dritte abgeben. Inhalte können entweder nur mit ausgewählten Personen geteilt (also in einem begrenzten Bereich veröffentlicht) oder der gesamten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Es besteht also immer die Möglichkeit der Kommunikation in einem „geschützten“ Raum, wie es der Klassenraum oder das Atelier ist.

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Lernziele

Die spezifischen Lehransätze einer Kunsthochschule sind nicht problemorientiert oder konfrontativ, sondern immer schon kollaborativ und partizipativ ausgerichtet. Im Gruppen- oder Einzelgespräch erfolgt die Auseinandersetzung über die künstlerische Arbeit im gegenseitigen Diskurs. Lernerfolg lässt sich in diesem Sinne nicht an einem vorher festgelegten Katalog überprüfen, sondern konstituiert sich vor allem in einer gestiegenen Diskursfähigkeit und einer sich kontinuierlich entwickelnden künstlerischen Sprache. Dieser offene Lehransatz einer Kunsthochschule eignet sich aus unserer Sicht besonders gut für die vernetzte und offene Kommunikation, wie sie mit den digitalen Medien möglich ist. Der Einsatz unterschiedlicher digitaler Lehr- und Lernarrangements innerhalb von Lehrveranstaltungen vermittelt nicht nur Medienkompetenz, sondern ermöglicht auch selbstbestimmte, informelle und an konkreten Problemstellungen und Themenfeldern orientierte Lernprozesse. Das beinhaltet z.B. auch offene Beteiligungs- und Diskursmodelle, wie sie über das soziale Netzwerk der HFBK, rhizome.hfbk.net, angewandt werden. Hier treffen Gastautor/innen, Studierende und Lehrende aufeinander, tauschen sich über kunstrelevante Themen aus und treten – unabhängig von ihrem jeweiligen Wissenstand und Hintergrund – in Dialog. Dadurch wird nicht nur das Sprechen bzw. Schreiben über Kunst geschult, sondern auch gleichzeitig Wissen über aktuelle Ausstellungsprojekte und Diskurse transportiert.

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Veröffentlicht am

September 14, 2017

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