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Das künstlerische Forschungsprojekt Commune untersucht in einer ersten Phase, welche gesellschaftlichen Faktoren in den neu eröffneten digitalen Räumen eigentlich vorhanden und in welche größeren Protokolle diese eingebettet sind. Welche Machtstrukturen gibt es bereits? Welche, meist unsichtbaren, technologischen als auch sozialen Normen bauen sich langsam auf? Welche wichtigen Differenzierungen in Sprache und Miteinander gehen verloren und welche sozialen Ungleichgewichte werden insbesondere im pädagogischen Kontext verstärkt?

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Zusammenfassung

In einem Moment, in dem viele Kunsthochschulen gezwungen sind ihr akademisches Programm in digitale Räume zu verlegen, verändert sich mit der Re-Konfiguration der Lehre auch das kollektive Moment. Es entstehen neue Konturen von temporären Gemeinschaften im digitalen Bereich: Video-Vorträge, Slack-Channel und Online-Karaoke — andere bekannte Formate lösen sich durch die Distanz auf und verlieren damit ihre soziale Wirkung. Obwohl dies eine vorübergehende Situation zu sein scheint, wird die Art und Weise, werden die vielen neuen Werkzeuge und Formate, Spuren in den Strukturen der Kunsthochschulen hinterlassen. Die Auswirkungen auf die nächsten Jahre sind noch unbestimmt, aber unvermeidbar.

Das künstlerische Forschungsprojekt "Commune" untersucht vor diesem Hintergrund in einer ersten Phase, welche gesellschaftlichen Faktoren in den neu eröffneten digitalen Räumen eigentlich vorhanden und in welche größeren Protokolle diese eingebettet sind. Welche Machtstrukturen gibt es bereits? Welche, meist unsichtbaren, technologischen als auch sozialen Normen bauen sich langsam auf? Welche wichtigen Differenzierungen in Sprache und Miteinander gehen verloren und welche sozialen Ungleichgewichte werden insbesondere im pädagogischen Kontext verstärkt? Um diesen Fragen nachzugehen sollen verschiedene Expert_innen aus den Bereichen Interface-Design, System- und Spieltheorie, Informatik und Kunst zu Wort kommen. Die Studierenden der HFBK Hamburg bereiten dabei den inhaltlichen und formalen (digitalen) Rahmen vor. Die Gespräche werden thematisch sortiert und anschließend auf einer Online-Plattform zur Verfügung gestellt.

In einer zweiten Phase soll in kleinen Experimenten untersucht werden, welche sozialen Potentiale in den neuen Technologien liegen können und welche Funktion dabei dem jeweiligen Interface anhaftet. In explorativen Workshops, Versuchsanordnungen und visuellen Skizzen soll recherchiert werden, wie heterogene Gruppen gemeinsam komplexe Entscheidungen treffen können die Teilnehmende nicht benachteiligt, ausschließt oder unterdrückt; wie unterschiedliche Meinungen und Haltungen paritätisch Gehör finden und wie Diskurse ermöglicht werden, die eigentlich aufgrund von vorhandenen Machtstrukturen nicht wahrgenommen werden. Die Ergebnisse werden über eine Online-Plattform publiziert. So entsteht eine spekulative Wissenssammlung zu alternativen Methoden der digitalen Kommunikation, zu sozialer Verantwortung in digitaler Lehre, zu transparenten Entscheidungsprozessen und der Wirkmacht des Interface. Die Ergebnisse richten sich dabei an Kultur- und Hochschulinstitutionen, Designerinnen und Künstlerinnen, Entwicklerinnen sowie an Planerinnen in gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen. Ziel des Projektes ist es non-lineare Debatten zu ermöglichen, mit non-binären Teilnehmer_innen die zu non-konformen Entscheidungen führen.

Ein Projekt von Prem Krishnamurthy mit Studierenden der Klasse Digitale Grafik der HFBK Hamburg.

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Methodik

Diskursives Lernangebot, selbstorganisiertes Lernen, dialogorientiert

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Lernziele

• Einbindung der interessierten Öffentlichkeit als auch des Fachpublikums in gesellschaftsrelevante Diskurse • Etablierung einer eigenen Gestaltungsberatung vor Ort • Selbstbestimmte, informelle und an konkreten Themenfeldern orientierte Lernprozesse

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Technische Voraussetzungen

Browserunabhängiges Lernformat

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Nähere Informationen

Veröffentlicht am

June 05, 2020

Sprachen

Englisch

Autor*innen

Prof. Konrad Renner

Prof. Christoph Knoth

Prem Krishnamurthy

Repositorium

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