Das erwartet dich

Das Seminar montiert kleine Perspektiven des Alltags und befragt Orte, Akteure und Handlungen auf Realitäten, Fiktionen und Virtualitäten im Urbanen.

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Zusammenfassung

Eines ist klar: Das Leben mit Corona ist für alle schwierig und verunsichernd. Belastend ist die Situation besonders deshalb, weil wir zurzeit nicht wissen, wie lange unser Alltag noch auf dem Kopf stehen wird: Bis wann werden die Schutzmaßnahmen noch andauern? Wie lange müssen wir das Provisorium aufrecht halten? Und wann wird endlich alles wieder „wie vorher“?

Auch wenn sich Expert_innen auf der ganzen Welt gerade mit diesen Fragen beschäftigen, kennen wir die Antworten darauf – zumindest vorläufig – noch nicht.

Das Seminar Das Wissen der Gestaltung - die Gestaltung des Wissens hebt mit den Mitteln des Essayfilms Aspekte der Wissensproduktion im Umgang mit Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Corona Krise. Als minimale Versuchsanordnung, dem Ausgangspunkt der studentischen Arbeiten, setzen wir dabei die eigenen Arbeitsverhältnisse der Teilnehmer_innen des Seminars an.

Das Seminar macht Gebrauch von der offenen Form des Architekturstudios. Die Praxis des Entwerfens des baut gerade darauf Unbestimmtheiten mittels Modellen, Skizzen, Referenzen, Geschichten, notationalen Strukturen sprich einer Vielzahl von Praktiken des Explorierens einer zu realisierenden Zukunft in Form zu bringen. Gleichzeitig mit der Erarbeitung theoretisch-konzeptioneller Grundlagen des Entwerfens in punkto Operativität der Wissensproduktion führt der Dokumentarfilmer Marko Mijatovic in die Skills, Wahrnehmungen, Theorien und Methoden des Essayfilms ein.

Das Seminar montiert kleine Perspektiven des Alltags und befragt Orte, Akteure und Handlungen auf ihre Realitäten, Fiktionen und Virtualitäten im Urbanen. Es richtet sich an Studierende aller Studienrichtungen, die bereits erfahren im Umgang mit Medienproduktion sind und Interesse an der Vertiefung von theoretisch-konzeptionellen Grundlagen und der Erprobung von diagrammatischen Verfahrensweisen des Entwerfens mitbringen. Wir gehen davon aus, dass der konstruktive Umgang mit Unsicherheiten eine der zentralen Kompetenzen der Zukunft darstellt.

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Methodik

Diese sechs Modi werden ohne Differenzierung zwischen Forschung und Gestaltung im engeren Sinne iterativ wiederholt und im Projekt kontinuierlich weiterentwickelt – sind also quasi ein ergebnisoffener Prozess des Schlussfolgerns. Wie kann das gelingen? Diese Offenheit ist nicht ohne Struktur. Eine so genannte minimale Struktur bieten die Takes, die dazu dienen, theoretische Überlegungen, praktische Fragen und Erfahrungen sowie Reflexionen zu ordnen. Der Take ist eine spezifische didaktische Form, die sich aus Film und Musik ableitet. Im Jazz zum Beispiel ist ein Take die Aufnahme eines Stücks in verschiedenen Versionen mit unterschiedlichen Improvisationen. In Urban Design ermöglicht der Take, verschiedene Aspekte einer Situation zu betrachten, eine Situation aus verschiedenen Perspektiven mit verschiedenen Zusammenstellungen von Theorien und Methoden zu sehen und unter verschiedenen Umständen zu reflektieren. Mittel wie serielle Fragmentierung, Zerlegung und Neuzusammensetzung, Katalogisierung und Indexierung werden eingesetzt, um immanente Potentiale zu beachten und Kontingenz zu berücksichtigen – all das ist für ein realitäts- und kontextbezogenes Verständnis von Lernen und Praxis in Haltung und Verfahrensweisen in Urban Design entscheidend. Uns interessieren gleichermaßen die Repräsentationseffekte, die ein Bild auszulösen sucht, und die Darstellung von Spuren, denen die Möglichkeiten neuer Produktionsweisen (von Bedeutung, von Wissen) eingeschrieben sind.

Den gesamten Text finden Sie unter Modes of Play.

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Lernziele

Die Studierenden erproben die konstruktive Auseinandersetzung mit Ungewissheiten und Unsicherheiten in der Gemeinschaft des Seminars. Die Studierenden machen Beobachtungen in den Verhältnissen, wie sie nun einmal im Werden inbegriffen sind, und setzen diese ins Bild. Sie können filmische MIttel dazu gekonnt bewerten, einsetzen und untersuchen. Studierenden befragen mittels dem Essayfilm das Medium Film selbst auf seine Aspekte und Relationen der Wissensproduktion und -rezeption. Sie erarbeiten Grundlagen und Information entlang des Motiv des Seminars in eigener Recherche.

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Technische Voraussetzungen

Smartphone oder Foto- oder Videokamera; Schnittsoftware wie Adobe Premiere Pro, Final Cut oder ähnliches. Zoom zur Teilnahme am Seminar.

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Nähere Informationen

Veröffentlicht am

February 10, 2021

Sprachen

Deutsch

Englisch

Autor*innen

Dominique Peck

Beteiligte Institutionen

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