Das erwartet dich

In diesem Lernangebot geht es um den Entwicklungsprozess von individuellen resorbierbaren Darmstents.

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Zusammenfassung

Darmdefekte aufgrund von Nahtleckagen oder Verletzung können im Regelfall durch eine chirurgische Naht wieder behoben werden. Der Inhalt des Magendarmtrakts (Magensaft, Galle, Pankreassekret oder Stuhl) und nachgeschaltete Darmengstellen bewirken gerade bei Dünndarmdefekten oft ein Aufreißen der Naht mit erneuter Leckagebildung. Der konstante Austritt von Darmsekret ist dann mit einer hohen Einschränkung der Lebensqualität verbunden, die von Pflegebedürftigkeit bis hin zu Nierenversagen reicht. Im Rahmen des Projektes sollen resorbierbare Darmstents entwickelt werden (Design, Materialauswahl, Fertigungsprozesse), um die Wundheilung bei Darmdefekten schneller und nachhaltiger zu realisieren. Die Herausforderung besteht dabei im Prozess von der medizinischen Problemstellung zur technischen Lösung. Dieser wird durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit des Fachbereichs Endoskopie des UKE mit dem Institut für Kunststoffe und Verbundwerkstoffe der TUHH begegnet.

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Inhalt

Herausforderungen zwischen Medizin und Technik Darmdefekte - wie es dazu kommt und welche Herausforderungen bei der Behandlung bestehen

Methodik

In einer Einführung geht es um die Chancen und Herausforderungen einer interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Medizin und Technik. Der Weg von einer medizinischen Fragestellung hin zum ingenieurwissenschaftlichen Entwicklungsprozesses eines Prototypen wird dargestellt. Im Anschluss wird ein vertiefter Einblick gegeben, wie es zu Verletzungen im Darmbereich kommen kann und welche besonderen Herausforderungen im Bereich des Dünndarms bestehen, um die Wundheilung sicherzustellen.

Dabei werden die Informationen mittels Videos präsentiert und durch anschließende Fragen das Verständnis gefestigt.

In Zukunft soll es noch um die Anforderungen hinsichtlich der Materialauswahl, des Designs, der Fertigungsverfahren und dem klinischen Einsatz gehen.

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Lernziele

Zum einen soll das Lernangebot als Informationsmaterial für Mediziner, Betroffene und Angehörige dienen. Dabei soll ein Verstädnis für die Verletzungen, die Gefahren und die Herausforderungen für die Heilung geschaffen werden. Des weiteren sollen neue Chancen durch die Entwicklung der resorbierbaren Stents aufgezeigt werden.

Zum anderen dient es interessierten Studierenden als Beispiel für eine interdisziplinäre Produkentwickung bei der Mediziner, Materialwissenschaftler und Ingenieure zusammenarbeiten müssen. Dabei sollen die Grundlagen der medizinischen Herausforderung, sowie zu resorbierbaren Kunststoffen, deren Verarbeitung und verschiedenen Designs präsentiert werden.

Ein weiteres wichtiges Ziel ist es die Öffentlichkeit, Krankenkassen, Herstellerfirmen und Politik an diesem konkreten Beispiel zu demonstrieren, dass durch interdisziplinäre Zusammenarbeit entwickelte Heilungsmethoden einen Gewinn für die Gesellschaft und vor allem Patienten und deren Angehörige darstellen.

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Nähere Informationen

Veröffentlicht am

December 03, 2020

Sprachen

Deutsch

Autor*innen

IRIS Team

LRMI Metadaten

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