1.1. Einordnung von Endgeräten anhand übergreifender Strukturen

Im Arbeits- und Bildungskontext sind eine Vielzahl unterschiedlicher Endgeräte entstanden. Dabei tragen viele in bestimmten Aspekten gemeinsame Eigenschaften in sich, unterscheiden sich aber hinsichtlich weiterer Aspekte grundlegend voneinander. Die Einordnung oder Klassifizierung von Endgeräten kann anhand verschiedener struktureller Eigenschaften entstehen. Möglich sind dabei u.a. Klassifizierungen anhand:

  • der Leistungsfähigkeit,
  • der Erweiterbarkeit,
  • des verwendeten Betriebssystems,
  • der Konnektivität,
  • der Nutzer:inneneingabe,
  • oder der Mobilität

Insbesondere der Aspekt der Mobilität oder der „Ortsunabhängigkeit“ von Endgeräten, ist eine nachvollziehbare Eigenschaft zur Unterscheidung: So sind Arbeitsplatzrechner mit Display und Eingabegeräten wie Maus und Tastatur als ortsabhängig anzusehen, währenddessen Notebooks oder Tablets, allein schon aufgrund ihrer Dimensionen und ihres Gewichts, eher die Eigenschaft der Ortsunabhängigkeit erfüllen. So fassen Aichele und Schönberger (2016, S. 52–53)[1] eine Unterscheidung von Endgeräten anhand des Grades der Mobilität zusammen:

  • Feste Endgeräte
     „Unter stationär werden alle Rechner bezeichnet, welche fix verkabelt an einem bestimmten Ort stehen und typischerweise diesen Standort längerfristig beibehalten. Diese Rechner zeichnen sich dadurch aus, dass sie schwer und unhandlich aber leistungsstark sind. Für den erfolgreichen Betrieb von stationären Rechnern werden meistens externe Hardwarekomponenten, wie z. B. Maus, Tastatur und Bildschirme, benötigt.“
  • Portable Endgeräte
    „Laptops, Note- und Netbooks werden üblicherweise als portable Geräte bezeichnet. Bei diesen Computergeräten sind bereits Tastatur, Bildschirm und Maus sowie diverse Speichermedien und Laufwerke in das Gehäuse integriert. Diese Geräte sind dafür ausgelegt, dass sie von Standort zu Standort transportiert und allgegenwärtig genutzt werden können.“
  • Mobile Endgeräte
    „Ebenso wie portable Geräte können mobile Geräte bewegt werden. Im Unterschied zu portablen Geräten sind mobile Geräte eher als persönliche Accessoires anzusehen, welche immer am Körper mitgeführt werden können. Vorrangig werden mobile Geräte für kurzfristige Aktivitäten, wie z. B. für das Schreiben einer SMS oder das Aufnehmen eines Videos, benutzt. Mobile Geräte zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie ohne eine Unterlage entweder innerhalb einer Bewegung oder stehend ausgeführt werden können.“

Für den Rahmen dieses Lernangebots wird daher auf o.g. Unterscheidung von Endgeräten in drei Klassen zurückgegriffen. In den folgenden Unterkapiteln werden die drei Arten von Endgeräten näher betrachtet.


[1] In Bezug auf Frohberg (2008, S. 17–20).