1.2. Feste Endgeräte

Abbildung 1: Arbeitsplatzrechner mit externen Ein- und Ausgabegeräten (Photo by Green Chameleon on Unsplash).


Wie im vorangegangenen Kapitel bereits in der Definition nach Aichele und Schönberger (2016) beschrieben, stellen feste Endgeräte wie Arbeitsplatzrechner in der Regel relativ unbewegliche Computer dar. Sie zeichnen sich gegenüber anderen Endgeräteklassen insbesondere durch folgende Eigenschaften aus:

  • Bedienung durch externe Peripherie
    Feste Endgeräte wie Arbeitsplatzrechner sind i.d.R. auf externe Peripherie zur Nutzer:inneneingabe angewiesen. Dies kann von Tastaturen zur Texteingabe, zu Zeigegeräten wie Computermäusen zur Navigation in Dialogen oder der Nutzung von Digitizern reichen. Die Bandbreite an spezialisierten Eingabegeräten für unterschiedliche Anwendungsszenarien ist groß. Ebenso können assistive Technologien zur unterstützten Kommunikation eingesetzt werden, wie z.B. Mundmäuse oder Braillezeilen, die eine Nutzung für Menschen mit Beeinträchtigung erleichtern oder ermöglichen.
    Einher mit dem Konzept externer Eingabegeräte geht eine, im Vergleich zu anderen Endgeräteklassen, große Anzahl an Schnittstellen zum Anschluss von Geräten.
    Zur Darstellung von Inhalten werden externe Bildschirme / Displays eingesetzt, die sich nicht nur in Aspekten wie Bildschirmdiagonalen und Seitenverhältnis unterscheiden, sondern auch in Form von Bildwiederholrate, Reaktionszeit, Helligkeit, Kontrast oder Bildschirmauflösung.
  • Modularität der Komponenten
    Feste Endgeräte zeichnen sich durch ihre relative Modularität aus. Dies ist nicht nur bezogen auf externe Eingabegeräte zu verstehen, sondern hinsichtlich der Komponenten, wobei hier verschiedene Grade der Modularität von vollumfänglicher Modularität bis Teilmodularität zu verzeichnen sind (Sonderfälle der Nonmodularität stellen z.B. stark komprimierte Formfaktoren in All-in-one-Computern dar).
    Wenngleich feste Endgeräte i.d.R. die Eigenschaft des Austauschs von Komponenten mit sich tragen, ist die Möglichkeit, einen Komponentenwechsel durchzuführen, durch Rahmenbedingungen beeinflusst, u.a. durch arbeitsrechtliche oder sicherheitsrelevante Aspekte (z.B. im Gesundheitssektor).

A A70GXH-128M motherboard, made by ASRock. (JPEG Image)

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  • Leistungsfähigkeit der Komponenten
    Für Arbeitsplatzrechner, als exemplarisches Beispiel für feste Endgeräte, gibt es unterschiedliche standardisierte Formfaktoren und Gehäuseformen, wie das z.B. im Endkundenbereich gebräuchliche ATX-Format. Ein Vorteil dieser Formfaktoren und Gehäuseformen ist, neben des normierten Innenaufbaus von Endgeräten, das integrierte Kühlkonzept der Komponenten und die Einsatzmöglichkeit von leistungsfähigen Kühlkörpern. Dadurch wird der Einsatz einer leistungsfähigen CPU (Central Processing Unit), GPU (Graphics Processing Unit), NIC (Network Interface Card) oder Datenspeichern mit hohen Durchsatzraten (z.B. NVMe PCIe 4.0 SSDs) ermöglicht, wenngleich ein Einsatz von leistungsfähigen Komponenten durch bessere Kühlkonzepte und die Verringerung der Strukturbreiten in der Halbleitertechnik auch im Bereich der portablen Endgeräte Einzug gehalten hat.