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Zusammenfassung

Das übergeordnete Thema sind der Aufbau und die Eigenschaften der Böden in Deutschland mit dem Schwerpunkt Osten- und Süden. Um die Entstehung der unterschiedlichen Böden auf der Exkursion zu verstehen, wird jedoch ein Gesamtzusammenhang zwischen der geographischen Lage, dem Klima, dem Naturraum, der anthropogenen Nutzung, der Vegetation sowie dem geologischen Ausgangsgestein hergestellt.

Im Projekt wurde eine digitale nationale Bodeninformationskarte (SoilDiggiMap) erstellt, die eine Darstellung der standortbezogenen Informationen in Texten, Bildern, Ausschnittkarten und Videos bündelt. Dazu liefert sie am Beispiel verschiedener Exkursionsräume Übungsaufgaben mit automatisiertem Feedback zu wichtigen Bodenthemen. Die Bodenkarte erleichtert in Kombination mit praxisorientierten Geländeveranstaltungen zu Blended-Learning-Szenarien das Lernen in der Vor- und Nachbereitung.

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Methodik

Im Projekt wurde eine digitale nationale Bodeninformationskarte (SoilDiggiMap) erstellt, die zukünftig alle bodenkundlichen Geländelehrveranstaltungen im B. Sc.- und M. Sc.-Studiengang Geowissenschaften vereinigen soll. Zunächst wurde eine 14-tägige M. Sc.-Exkursion „Böden verschiedener Kultur- und Landschaftsräume“ (Deutschland/Österreich) mit zwölf Exkursionsräumen und 30 Standorten integriert.

Basierend auf aktuellen fachwissenschaftlichen Erkenntnissen wurden textuelle und visuelle Informationen in die topographische Karte eingebunden. Diese visuelle Bodeninformationskarte bündelt somit standortbezogene Informationen zu folgenden Themen: naturräumliche Gliederung, Klima, Vegetation und Nutzung und geologische und pedogene Entwicklung. Zusätzlich zu Text- und Bildmaterial unterstützen kleine, auf den Feldveranstaltungen erstellte Videos die lokal zugehörigen Thematiken. Weiterhin gehören problemorientierte Übungsaufgaben zu den wichtigsten Themen, sie sind mit einem automatisierten Feedback zur selbstständigen Lernerfolgskontrolle der Studierenden gekoppelt.

  1. Formales Lernen in einer Bildungseinrichtung: Optimierung des Lernens der Gelände-Bodenkunde durch den Einsatz eines offenen und partizipativen Blogs in Kombination mit praxisorientierten Exkursion.

  2. Informelles Lernen von externen Nutzern: Verbesserte Zugänglichkeit zu grundlegenden und aktuellen Bodenkenntnissen und somit einen Beitrag zur Verbesserung des Bodenbewusstseins im Prozess des lebenslangen Lernens

  3. Speicherung von institutionellem Wissen: Schaffung eines Bodenwissensmanagementsystems zur verbesserten systemischen Erfassung der Feldboden-Themen aller Geländeveranstaltungen des Instituts für Bodenkunde der Universität Hamburg und somit die mögliche Wiederverwendung, der Austausch und die agile Entwicklung der Lernressource für interne Studierende und Lehrende Nutzer.

Für wen ist das Thema relevant?

Geo- und Biowissenschaftsstudierende der Universität Hamburg und anderer Universitäten können mithilfe des angebotenen Lehrmaterials ihre Kenntnisse der Feldbodenkunde verbessern, nachprüfen und erweitern. Darüber hinaus ermöglicht der Blog Fach-Interessierten einen Einblick in die Böden Deutschlands/Österreichs.

Welche einzelnen Inhalte sind besonders relevant?

Kernstück des Blogs ist die interaktive, nationale Landkarte. Sie ermöglicht eine Navigation im gesamten Exkursionsraum Deutschlands und eine Einzelanwahl der Informationen zu den großen Exkursionsräumen und einzelnen Böden an den Exkursionspunkten.

Wie sind die Inhalte im Angebot strukturiert?

Das Menü ermöglicht eine einfache Navigation durch die verschiedenen Exkursionsräume. Diese bieten jeweils als ersten Punkt eine Übersicht mit allgemeinen Informationen zum Gebiet. Danach folgen die einzelnen Exkursionspunkte mit spezifischen Informationen. Zusätzlich sind alle Beiträge kategorisiert und die Kategorien können über das Menü rechts angewählt werden.

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Lernziele

In diesem Blog soll vorwiegend Fachkompetenz- und auf der Exkursion darüber hinaus auch die anderen Komponenten der Handlungskompetenz erreicht werden. Mit dem Blog soll i. „Neues Wissen“ zu bestimmten Themen in den jeweiligen Exkursionsräumen z.B. naturräumliche Gliederung, geologische Entstehung eingeübt und neu erschlossen werden und ii. „Vorhandenes Wissen“ zur bodenkundlichen Feldaufnahme wiederholt bzw. bei nicht vorhandenem Vorwissen zunächst erschlossen und eingeübt werden.

Fachkompetenz

  • Können vorhandene Informationen zur naturräumlichen Gliederung, der geologischen Entstehung, der Bodenentwicklung, des Klimas, der Nutzung, der Vegetation im Naturraum in Deutschland und zum konkreten Exkursionspunkt wiedergeben
  • Können Besonderheiten von Exkursionsstandorten wie z.B. biologische, agrarökonomische, sozioökonomische, klima –und gesellschaftlich relevante Informationen zu den Standorten erinnern Können charakteristische Substrate, Bodenentwicklungsreihen und Bodenformen in Deutschland und am Exkursionspunkt benennen
  • Können die Einzelexkursionspunkte im nationalen Gesamtkontext einordnen

Methodenkompetenz

  • Können Böden und deren Ausgangssubstrate mit Hilfe der bodenkundlichen Kartieranleitung selbständig beschreiben

Selbstkompetenz

  • Haben verstanden, dass der Boden eine wichtige Rolle im Ökosystem und Klimasystem hat und schützenswert ist und somit ein Bodenbewusstsein entwickelt

Das Projekt förderte die Einführung von digitalen Medien zur Verbesserung des orts- und zeitunabhängigen, selbstgesteuerten, aktiven, medialen Lernens in der Vor- und Nachbereitung und in Kombination mit dem praxisorientierten Lernen auf den Präsenzveranstaltungen. Die Plattform dient dazu, die bisher von den Lehrenden im Vorwege der Geländeveranstaltung erstellten Skripte zu ersetzen.

Studierende und Interessierte können sich so zukünftig vor der Geländeveranstaltung aktiv und mit Unterstützung durch die Lehrenden an der Wissenserarbeitung beteiligen. Zudem wird die Wissenseinübung durch Übungsaufgaben unterstützt. Während der Geländeveranstaltungen kann die Plattform genutzt werden, um die von den Studierenden und Lehrenden vor Ort gesammelten Informationen (z. B. Fotos und Videos von Referaten oder Interviews mit den örtlichen Experten) und die Tagesprotokolle zu sammeln und zu vertiefen.

Die produktive Auseinandersetzung bei der Nachbereitung des Geländetages hilft bei der Erschließung des Wissens. Gleichzeitig stellen die digital erstellten Produkte der Studierenden einen Anteil ihrer bewerteten Studienleistung dar. Ziel des Projekts ist es, die Handlungskompetenz der Studierenden im Bereich Bodenkunde zu verbessern und das Bodenbewusstsein zu stärken.

Zielgruppe:

  • Studierende und Lehrende der Universität Hamburg und Studierende aller Studiengänge, die sich mit Geowissenschaften beschäftigen.
  • SchülerInnen und Lehrende der gymnasialen Oberstufe.
  • Mitarbeitende der Geo-Branchen.
  • Außerfachliche Interessierte.

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Nähere Informationen

Veröffentlicht am

March 27, 2019

Sprachen

Deutsch

Autor*innen

Prof. Dr. Eva-Maria Pfeiffer

Dr. Claudia Fiencke

LRMI Metadaten

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