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Zusammenfassung

Wie klingt der Hafen in Hamburg?

Wir haben uns im Rahmen des Projektes „Sounds of Port City Hamburg“ gefragt, wie die Bewohnerinnen und Besucherinnen des Hafens diesen klanglich wahrnehmen und woran sie sich erinnern. Gleichzeitig haben wir erkundet, welche individuellen Bedeutungen diesen „Sounds“ zugeschrieben werden.

Hafenstädte erfahren aktuell immer größere Aufmerksamkeit als Knotenpunkte, als Orte des Austauschs und der Vernetzung sowie als Plätze, in denen gesellschaftliche und soziale Veränderungen vorweggenommen werden. Hamburg als Hafenstadt kommuniziert sich seit längerem als „Tor zur Welt“ und vermarktet die Attraktivität seiner Hafen-City. Hamburg eröffnete ein Auswanderermuseum und plant ein großes „Deutsches Hafenmuseum“; Hamburg wird in zahlreichen Liedern und Songs besungen, viele Image-, Spiel- und Dokumentarfilme zeigen Hafen-Schauplätze. Zu den Disziplinen, die sich mit Hafenstädten beschäftigen, gehören auch die Medien- und Kommunikationswissenschaften, wobei hier bislang Arbeiten zu „global cities“ und „media cities“ im Mittelpunkt stehen.

Das Projekt ist ein spielerischer Versuch im Rahmen eines Vernetzungsprojekts, das von 2019 an das Thema „Communicating Port Cities“ mit Partnern an der Fudan Universität in Shanghai und an der Macquarie University in Sydney behandeln wird. Ziel einer ersten Projektphase ist die Identifizierung von Schlüsseldokumenten (Texten, Bildern und Tönen) der jeweiligen Hafenstädte, also von Hamburg, Shanghai und Sydney, die für ein digitales Portal aufbereitet werden sollen.

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Inhalt

Wie klingt der Hamburger Hafen? Metadaten des Projekts

Methodik

Das Projekt nimmt seinen Ausgangspunkt bei medien- und kommunikationswissenschaftlichen Forschungen, die der mediatisierten Stadt gelten und das Zusammenspiel von medialem und gesellschaftlichem Wandel untersuchen. Diese werden auf die kommunikative Konstruktion von „Hafenstädten“ übertragen.

Ein Einstieg in diese kommunikations- und medienwissenschaftliche Forschung erfolgt über das Sammeln und Erkunden von Hamburg-Klängen, die individuell erinnert werden und denen bestimmte Bedeutungen zugeschrieben werden. Dabei baut es auf der sogenannten „Soundscape“-Forschung auf, wie sie speziell der kanadische Musiker und Klangforscher Murray Schafer Anfang der 1970er Jahre grundlegte. Es führt sie fort, indem verschiedene Stränge der aktuell boomenden „Sound Studies“ – hier speziell zu großstädtischen Klängen („urban sounds“) – verknüpft werden mit der Raum-Forschung, speziell mit Ansätzen, die die kommunikative Konstruktion von Räumen untersuchen.

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Lernziele

Da unsere heutige Welt vor allem visuell geprägt ist, wollen wir mit diesem Projekt einen Beitrag dazu leisten, unsere Umwelt vermehrt klanglich wahrzunehmen. Als spielerischer Versuch einer sogenannten „Soundscape“-Forschung möchten wir für die vielfältigen und unterschiedlichen akustischen Wahrnehmungen sensibilisieren, die in einem bestimmten Raum, nämlich dem Hamburger Hafen, möglich sind.

Damit ist das Projekt Teil einer medien- und kommunikationswissenschaftlichen Forschung, die darauf zielt, komplexe Prozesse der kommunikativen Konstruktion von Räumen zu analysieren – in langfristiger Perspektive durch die vielfältigen medialen Praktiken um Hamburg beispielsweise als ein „Tor zur Welt“ sowie in vergleichender Perspektive durch die Frage nach spezifischen „Hafenklängen“ in Hamburg und anderen Hafenstädten weltweit.

Sei aufmerksamer Deiner Umwelt gegenüber!

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Nähere Informationen

Veröffentlicht am

March 07, 2019

Sprachen

Deutsch

Englisch

Autor*innen

Dr. Hans-Ulrich Wagner

Antje Katzschner

LRMI Metadaten

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