Das erwartet dich

Die Urinverwertung kann wertvollen Bodendünger für die Non-Food-Landwirtschaft liefern.

100% online
8
Seiten
ohne Vorbildung
Vorschaubild

Zusammenfassung

Eine durchschnittliche Person produziert etwa 500 Liter Urin pro Jahr, was den Urin zu einem der wichtigsten Ausscheidungsstoffe menschlichen Ursprungs macht. Lange wurde Urin als Abfallprodukt angesehen, welches schwerwiegende Probleme für die Umwelt zur Folge hat und anspruchsvolle Abwasserbehandlungssysteme benötigt. In den letzten Jahrzehnten wurde Urin jedoch mehr und mehr als wertvolle Ressource betrachtet. Aus diesem Grund nahm auch die Forschung zur Nutzung von Urin zu, um die damit verbundenen Herausforderungen anzugehen.

Der Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen ist eines der von der UNO anerkannten grundlegenden Menschenrechte. Bis zu 2,4 Milliarden Menschen leben immer noch ohne ein ordentlich funktionierendes Abwassersystem, und fast 1 Million Menschen praktizieren das öffentliche Defäkieren. Abwassersysteme haben große Auswirkungen auf die Umwelt in Bezug auf Einleitungen des Abwassers in Gewässer, Luftemissionen, Bodendegradation sowie Nutzung und Wiederverwendung natürlicher Ressourcen. Es sollten neue Ansätze in der Abwasserentsorgung und Bewässerung verfolgt werden, die auf die öffentliche Gesundheit, Wassereinsparungen und die Vermeidung von Wasserverschmutzung abzielen. Die Urinverwertung kann dazu beitragen, diese Ziele zu erreichen und die Nährstoffe aus menschlichen Ausscheidungen wiederzuverwenden. Es darf jedoch nicht vergessen werden, dass bei unsachgemäßem Umgang mit Urin das Risiko der Übertragung von Krankheitserregern sowie das Risiko der Bodenversalzung und eines starken und unangenehmen Geruchs erhebliche Gesundheitsprobleme und Beschwerden verursachen können.

Die Urinwiederverwertung kann diese verschiedenen negativen Auswirkungen auf die Umwelt minimieren. Im Gegensatz zu Fäkalien enthält Urin keine oder nur sehr wenige Krankheitserreger und beinhaltet desweiteren vier wichtige Nährstoffe für das Pflanzenwachstum: Stickstoff (N), Phosphor (P), Kalium (K) und Schwefel (S). Die Verwertung von Urin entlastet daher nicht nur die Abwassersysteme, sondern kann in bestimmten Fällen auch teure Mineraldünger ersetzen.

mehr lesen

weniger lesen

Inhalt

Video zur Urinverwertung Urinverwertung Interaktives Video Literaturübersicht zur Urinverwertung Rechner zur Urin-Anwendung Beispiele für nachhaltige Umweltpraktiken: eine Weltkarte Toiletikette Quiz zur Urinverwertung Urinverwertung Zusammenfassung

Methodik

Die Toolbox enthält Fachwissen und Methoden um Land wiederzubeleben, Synergieeffekte zu nutzen und degradierte Gebiete zu entwickeln. Jede Einheit in der Toolbox besteht aus einem Video und einer kurzen Zusammenfassung, die das Thema einführen, einer Literaturübersicht für einen umfangreicheren Einblick in das Thema, sowie einem Quiz, mit dem das eigene Wissen zum Thema getestet werden kann. Diese Veröffentlichungen sind das Ergebnis der Zusammenarbeit von Masterstudierenden, Doktorandinnen und wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen an der Technischen Universität Hamburg. Sie beschäftigen sich damit degradierte Gebiete wiederherzustellen und neue – nicht nur bewohnbare, sondern lebenswerte – Räume zu schaffen. Darüber hinaus enthält jede Toolbox eine Vielzahl weiterer Tools wie Rechner, Anleitungen, Handbücher oder Datenbanken, die jeweils zum Thema passen.

mehr lesen

weniger lesen

Lernziele

RUVIVAL erstellt E-Learning Materialien, die sich mit der nachhaltigen ländlichen Entwicklung beschäftigen. Das Projekt besteht seit 2016 im Rahmen der Hamburg Open Online University (HOOU). Das RUVIVAL Team arbeitet an der Technischen Universität Hamburg (TUHH). Ziel ist es, Wissen über nachhaltige Praktiken zu verbreiten. Dieses E-Learning Projekt gibt dir die Werkzeuge, um nachhaltige Praktiken in den Bereichen Sanitärversorgung, Wasser- und Bodenschutz umzusetzen.

mehr lesen

weniger lesen

Nähere Informationen

Veröffentlicht am

September 08, 2020

Sprachen

Deutsch

Autor*innen

RUVIVAL Team

Maryeluz Rueda Morales

Ruth Schaldach

Andrea Munoz Ardila

Dr. -Ing. Joachim Behrendt

Dario Fröndhoff

Maria Monina Orlina

Maryeluz Rueda

Katharina Dähn

Jorrit Specker

Athul Bharadwaj

Ilse Gutierrez

Pranav Sharma

Nicola van Elten

María Alejandra Tibaquirá

LRMI Metadaten

Anzeigen