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Zusammenfassung

Die Tideelbe-Region umfasst die Elbe und angrenzenden Landstriche von Geesthacht bis Cuxhaven. Die meisten Menschen hier nehmen den Fluss als gegeben hin und sind sich hauptsächlich ihrer unmittelbaren Umgebung bewusst. Wie stark die einzelnen Lebensbereiche an der Elbe jedoch miteinander verknüpft sind, dass die Elbe auch stromaufwärts fließt, weshalb höhere Deiche nicht immer „mehr Sicherheit“ bedeuten und mehr Fische nicht immer ein „Plus“ darstellen, sind Aspekte, über die man sich im Alltag selten Gedanken macht. Die Beziehung zu verstehen zwischen dem, was wir unmittelbar erleben, was wir als Ökologie wahrnehmen und was wir als wirtschaftlich bedeutsam erfahren, bildet aber die Grundlage dafür, sich aktiv an politischen Entscheidungen zu beteiligen.

Mit dem Tideelbe-Komplex versuchen wir, auf anschauliche Weise unter Verwendung vorhandener Dokumentationen und für diesen Zweck produzierter Interviews, durch Quizze und Simulationen die Komplexität zu vermitteln ohne abzuschrecken. Über die Einbindung von Schülern des Helmut-Schmidt-Gymnasiums und Studierenden als kritische Begutachter und als Multiplikatoren hoffen wir, möglichst viele Menschen in der Region zu erreichen.

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Methodik

Auf der Basis einer interaktiven Karte der Region wurden an verschiedenen historisch, ökologisch oder sozial besonders relevanten Positionen Informationen in Textform mit Fotos, Filmbeiträgen oder auch einem Quizz verknüpft. Die Filme wurden vom Medienteam der HOOU an der HAW und von Schülern des Helmut-Schmidt-Gymnasiums aufgezeichnet und umfassen persönliche Schilderungen von Anwohnern oder auch Darstellungen spezifischer Zusammenhänge wie z.B. die Auswirkung von Schadstoffen in der Tideelbe. Die komplexen Interaktionen der verschiedenen Prozesse im Tideelbe-Lebensraum werden anhand der Simulation „Tideelbe-Komplex-Plus“ vorgestellt und können vom Betrachter durchgespielt werden.

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Lernziele

  • Vermittlung des komplexen Zusammenspiels von ökologischen, ökonomischen und sozialen Einflussfaktoren in der Region der Elbe, die von der Tide beeinflusst wird
  • Forschungsinhalte bürgernah vermitteln
  • Langfristig: Über die anschauliche und erfahrbare Wissensvermittlung die Motivation der Teilnehmer stärken, sich an politischen Entscheidungsprozessen zu beteiligen

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Nähere Informationen

Veröffentlicht am

January 09, 2018

Autor*innen

Prof. Dr. Susanne Heise

Ivonne Stresius

LRMI Metadaten

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Musikalischer Dialog
'Über Musik zu reden ist wie über Architektur zu tanzen', verkündete einst der große Frank Zappa auf seine unvergleichlich polemische Weise. Dennoch ist es der dialogische Austausch, durch den gegenseitiges Verständnis auch in der Musik erst möglich wird. Sagen sie einem indischen Musiker einmal, dass er einen Blues spielen soll. Oder sagen sie einem Konzertpianisten, dass das nächste Musikstück über einen speziellen traurigen Makam gespielt wird. Geradezu notwendig ist dieser Austausch nämlich, wenn sich verschiedene Musiker nicht im Rahmen derselben musikalischen Idiome bewegen. Hier wäre eine Verständigung ohne Erklärung der musikalischen Praxis quasi unmöglich. Denn oral tradierte Musik aus anderen Kulturen oder eine spezielle Aufführungspraxis ist nicht einfach ohne jede Erklärung zu begreifen, nachzumachen und in die eigene Spielpraxis umzusetzen. Vor allem dann nicht, wenn sie idiomatischen Prinzipien folgt, die fast wie ein Geheimwissen nur wenigen Menschen zu eigen sind. In Brasilien ändern sich die Samba Grooves z.T. von Dorf zu Dorf. In Syrien sind es die Makams. Beispiele für derartig regionale Idiome gibt es viele. Hier ist eine eine dialogische Auseinandersetzung zwischen den Musikern eine Notwendige Voraussetzung für einen konstruktiven gemeinschaftlichen musikalischen Prozess. Für einen Komponisten und Arrangeur ist es unerlässlich seine Instrumente und die verschiedenen Stilistiken, in denen er sich bewegt, so gut wie möglich zu kennen. Es macht einen guten Arrangeur aus, v.a. von den kleinen Besonderheiten eines Instrumentes oder Genres zu wissen und diese frei im Kompositionsprozess zu nutzen. Erläuterungen oder eine Übersicht über verschiedene Tricks, Kniffe und Besonderheiten für spezifische Instrumente gibt es allerdings nicht, ebenso wie es zahlreiche Musikkulturen und Spielarten gibt, über die es kaum Aufzeichnungen gibt, da sie lediglich oral tradiert sind und nur im direkten Gespräch mit Menschen erlernt werden können, die idiomatisch sehr eng mit einer bestimmten Spielweise verwurzelt sind, sei es durch einen regionalen Bezug oder durch eine lebenslang kultivierte Spezialisierung einer musikalischen Aufführungspraxis. Ausgangspunkt für das HOOU Projekt der HfMT waren also sehr spezialisierte Fragestellungen auf die ein Komponist keine Antwort erhalten kann ohne mit einem Spezialisten zu sprechen. Solche Fragen könnten sein: Wie schreibe ich für eine Klappentrompete Musik? Welche syrischen Makams kann ich für ein fröhliches Musikstück verwenden? Welche rhythmischen Besonderheiten muss ich beachten, wenn ich einen authentischen brasilianischen Choro in meine Musik einfließen lassen möchte? Welche charakteristischen Instrumente benötige ich in einem Merengue und wie setze ich sie ein? Wie soll der Komponist also von den kleinen Details erfahren, die teilweise nur ein erfahrener Spieler zu berichten weiß? Er muss in einen Dialog mit seinen Künstlern treten. Genau an dieser Stelle setzt das HOOU Projekt »Musikalischer Dialog« an. In Zusammenarbeit mit u.a. Prof. Kerschek und Prof. Matthias Höfs lassen sich genau die Fragestellungen nach stilistischen und technischen Feinheiten in kurzen Videoclips erläutern. Die Kernidee dieses Contentprojektes ist also die Beziehung zwischen Komponist/Musiktheoretiker und Instrumentalist und die Weitergabe von noch nicht dokumentiertem Spezialwissen musikalischer Praxis auf sehr hohem Niveau.
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