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Seit über 100 Jahren werden in Hamburg Menschen für die professionelle Soziale Arbeit ausgebildet. Tauchen Sie in in die Geschichte ein!

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Zusammenfassung

Seit über 100 Jahren werden in Hamburg Menschen für die professionelle Soziale Arbeit ausgebildet. Was 1917, mitten im 1. Weltkrieg, als Soziale Frauenschule mit Sozialpädagogischem Institut (SPI) begann, wandelte sich in den Zeitläuften mehrfach und vielfältig. Ab 1930 konnten sich auch Männer zum "Wohlfahrtspfleger", so damals die offizielle Berufsbezeichnung, ausbilden lassen. Die nationalsozialistische Herrschaft verwandelte die Schule in eine gleichgeschaltete, entakademisierte, einzig der NS-Ideologie unterworfene "Volkspflegeschule". Nach dem Ende des 2. Weltkrieges 1945 musste sich die Schule, von den Schülerinnen meist liebevoll "Sozipä" (die Kurzform von Sozialpädagogischem Institut) genannte Ausbildungsinstitution, neu aufstellen. Es wurde versucht, die NS-Ideologie aus der Ausbildung zu entfernen und an die zwischen 1917 und 1933 institutionalisierten Ausbildungsmaximen anzuknüpfen. Dieser Prozess dauerte viele Jahre und erst 1953 trat eine neue Schulordnung in Kraft, eine neue Prüfungsordnung sogar erst 1961. 1954 wurde das inzwischen zur Fachschule gewordene SPI in Erinnerung an seine berühmte Mitbegründerin in "Gertrud-Bäumer-Schule" umbenannt. Es folgte ein Prozess der Aufwertung der Ausbildung zur Sozialen Arbeit, der 1962 zur Umwidmung der Schule in eine Höhere Fachschule und 1970 zur Eingliederung des "Sozipä" als Fachbereich Sozialpädagogik in die Fachhochschule Hamburg führte. Die Absolventinnen waren ab diesem Zeitpunkt Diplomsozialpädagoginnen und Diplomsozialarbeiter_innen. Die Akademisierung der Profession Soziale Arbeit war, wie es sich die Gründerinnen gewünscht hatten, erreicht. Seit 2006 werden an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) Studierende zum Bachelor und Master in der Sozialen Arbeit ausgebildet. Aktuell (Wintersemester 2020/2021) studieren 1994 Menschen am Department.

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Methodik

Die Geschichte der Ausbildung und des Studiums Sozialer Arbeit in Hamburg wird in Form einer storymap, eines virtuellen Spaziergangs zu ihren Orten, präsentiert. Machen Sie mit uns eine Zeitreise von der 1917 gegründeten Sozialen Frauenschule bis in die Gegenwart des Departments Soziale Arbeit der HAW Hamburg! Ergänzend steht Ihnen eine umfangreiche, verlinkt Materialsammlung zu allen Epochen zur Verfügung, mit der Sie ihr Basiswissen bei Bedarf erweitern können.

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Lernziele

Die Nutzerinnen können etwas über die historische Entwicklung der beruflichen und wissenschaftlichen Ausbildung/Studium von Sozialarbeiterinnen in Deutschland lernen, da die Hamburger Entwicklung zumindest in weiten Teilen repräsentativ für die Entwicklung in der Bundesrepublik stand und steht. Sie reflektieren gleichzeitig die gesellschaftliche Entwicklung eines Berufes hin zu einer akademischen Profession und lernen zudem die Rolle und Funktion Sozialer Arbeit für moderne Gesellschaften (besser) kennen. An dem Befund, dass die Soziale Arbeit "die Profession des 20. Jahrhunderts" ist, wird sich absehbar auch in der näheren Zukunft nichts ändern. Deshalb ist es wichtig, dass nicht nur Studierende und in der Sozialen Arbeit Tätige, sondern alle Interessierten anhand dieser OER Kenntnisse über die historische Entwicklung der Verberuflichung und der Verwissenschaftlichung in den letzten 100 Jahren erlangen.

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Technische Voraussetzungen

Grundsätzlich gibt es keine besonderen technischen Anforderungen für die Nutzung.

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Nähere Informationen

Veröffentlicht am

June 14, 2021

Sprachen

Deutsch

Autor*innen

Barbara Dünkel

Friederike Schaak

Prof. Dr. Dieter Röh

LRMI Metadaten

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